Einrichtung von agroforstlichen Schulgärten in Narok, Kenia
Schulgärten verbessern die Schul-Mittagessen und sind ein lebendiger Lernort
In Kenia leistet die Schulspeisung für Kinder aus Familien in großer Bedürftigkeit einen wichtigen Beitrag zur Ernährung. Für Schulen in ländlichen Regionen ist es hierbei eine Herausforderung, eine ausgewogene Ernährung sicherzustellen.
In diesem Projekt werden an zwei Schulen im County Narok in Südkenia auf einer Fläche von jeweils ca. 4.000 m2 agroforstliche Schulgärten eingerichtet. Dazu werden vorhandene Savannenbäume auf dem Gelände der Schule durch Obstbäume ergänzt, zwischen denen Gemüse und Kräuter für die Schulküche kultiviert werden. Ein Teil der Erträge wird auf dem Markt verkauft, um die dauerhafte Deckung anfallender Instandhaltungskosten sicherzustellen. Um gute Erträge trotz kurzer Regenzeiten sicherzustellen werden die Gärten mit einer Tröpfchenbewässerung ausgestattet.
Die Schulgärten werden ferner für neue Bildungsangebote genutzt. Unterrichtsmodule zu landwirtschaftlichen Fertigkeiten und gesunder Ernährung, sowie zu Unternehmertum werden geschaffen und sollen dauerhafter Teil des schulischen Lehrplans werden. Durch diese Fähigkeiten können die Schülerinnen und Schüler sich später leichter selbst ein Geschäft aufbauen und wirtschaftlich unabhängigkeit werden.
Die teilnehmenden Schulen werden während der zweijährigen Projektlaufzeit durch einen Fachexperten in der Landwirtschaft bei der Etablierung der Gärten begleitet. In beiden Schulen wird jeweils ein jahrgangsübergreifender Schulgarten-Club mit mindestens 50 Schülerinnen und Schülern eingerichtet. Die Teilnehmenden Jugendlichen üben sämtliche Tätigkeiten praktisch aus und erwerben dadurch landwirtschaftliche Kenntnisse.
Das Projekt wurde zusammen mit der lokalen Organisation Tareto Africa entwickelt und wird mit diesen Partnern umgesetzt.
Wir danken der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung für die Förderung dieses Projekts. Die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung fördert Umwelt- und Naturschutzprojekte sowie Projekte zugunsten der Entwicklungszusammenarbeit und der Denkmalpflege. Die Stiftung finanziert sich aus der Glücksspielabgabe und vor allem aus Einnahmen der Bingo-Umweltlotterie. Hier erfahren Sie mehr.















