Gesundheitsbildung und Schneiderei für soziale Ziele in Narok, Kenia
Bildungschancen für junge Frauen durch verbesserte Gesundheitsversorgung
Im County Narok in Kenia ist Chancengleichheit junger Frauen oftmals eingeschränkt durch vorzeitigen Schulabbruch mangels Periodenprodukten und durch fehlende unternehmerische Bildung. Dieses Projekt verbindet eine Verbesserung der Sexualkunde und die Bereitstellung von waschbaren Binden mit einem sozialunternehmerischen Ansatz.
An zwei Schulen werden jahrgangsübergreifende Sexual and Reproductive Health (SRH) Clubs für mind. je 25 Schülerinnen und Schüler eingerichtet, die fachkundig durch medizinisches Personal ausgebildet werden. Sie wirken über das gesamte Schuljahr als Multiplikatoren und führen an ihren Schulen Informations- und Dialogveranstaltungen zu Sexualkunde durch. Das Ziel ist die dauerhafte Etablierung der SRH Clubs an den Schulen, um ihre Themen nachhaltig gesellschaftlich sichtbar und besprechbar zu machen.
Kuro Milau – Engagement bringt weiter
Parallel dazu werden zwanzig verwitwete Frauen zum Erwirtschaften eines eigenen Einkommens befähigt, indem sie Schneidereischulungen erhalten. Sie lernen, Kleidung, Taschen und weitere Gegenstände zu fertigen und zu verkaufen. Ihnen wird zum Aufbau ihres Geschäfts je eine Nähmaschine als Leihgerät bereitgestellt. Verwitwete Frauen gehören in der Region Narok zu den Personengruppen, die am stärksten von Armut betroffen sind.
Kuro Milau – Eine Redewendung in der Sprache der Massai – heißt so viel wie: „Wer sich engagiert, kommt weiter“. Dies Idee ist das Fundament des Projekts, das den verwitweten Frauen eine wirtschaftliche Unabhängigkeit ermöglichen will.
Und die Näherinnen leisten zusätzlichen noch einen Beitrag für ihre Gemeinschaft: Jede Frau fertigt zusätzlich monatlich zehn waschbare Binden, die an Schulen gespendet werden. Das Projekt sorgt auf diese Weise dafür, dass waschbare Binden kostenfrei für junge Frauen in der Region verfügbar sind.
Dieses Projekt haben wir mit der lokalen gemeinnützigen Organisation Tareto Africa entwickelt und setzen es gemeinsam um.
Wir danken den Schmitz Stiftungen für die Förderung dieses Projekts im Rahmen des BMZ-Kleinprojektefonds.








